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Marcus Dreisigacker  Marcus Dreisigacker
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1969 in Stuttgart geboren. Schon in frühester Kindheit entwickelte er seine Leidenschaft für die Malerei. Schon im Alter von 10 Jahren begeisterte ihn der Photorealismus und er zeichnete hauptsächlich mit Tusche und Kohle.

"Ich habe damals alle Farben und alles Bunte gehaßt".
Der Malkasten konnte ihn mit nur acht Farben, die beim Mischen zum "bräunlichen Einerlei" verschwammen, nicht befriedigen. So zog er es vor, seine Bilder schwarz-weiß zu halten. In dieser Zeit stellte er seine Werke auch schon der Öffentlichkeit vor.

Seine erste Ausstellung mit drei anderen Schülern in der Volks- und Raiffeisenbank in Leonberg / Höfingen zeigte Motive von Höfingen in Kohle. Später entdeckte er seine Vorliebe für den Surrealismus. Es war aber eher die "Art zu Denken", "die Exzentrik" und "Schizophrenie" dieser Kunstepoche, so Marcus Dreisigacker, die ihn faszinierte.

In dieser Zeit entstanden Werke, deren Farbenpracht sich noch in Grenzen hielt. Die Vorliebe für ausdrucksvolle Farben, wie sie auch in seinen heutigen Werken zu finden sind, begann erst im Alter von 16 Jahren. In der folgenden Zeit entstanden verschiedene Werke, wie Linolschnitte, biomechanische Bilder aus Tusche, großflächige Bilder aus Acryl, sowie Wandmalereien in Privathäusern. In der gleichen Zeit entstand auch ein Super-8-Kunstfilm mit dem Titel "Der Schreifitz".

Sein Wissensdurst führte Ihn schon in jungen Jahren auf verschiedene große Reisen. So lebte er auch für mehrere Monate in China. Um sich seinen Unterhalt sowie die Rückreise finanzieren zu können, arbeitete er in Hongkong, unter anderem auch als Straßenmaler.

Bevor er sich entschloß vollens den Weg in die Kunst anzutreten, folgte er dem Druck der Gesellschaft. So absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Reprografen und er war auch Regieassistent für Werbefilme. Er schaffte es sogar, in der Werbe- und Druckindustrie in die Führungsetage aufzusteigen. Dies sind nur einige markante Punkte seines beruflichen Werdegangs neben seiner Arbeit mit der Kunst.

Marcus Dreisigacker ist ein nach Zusammenhängen und Entwiklungen Suchender. Er läßt sich von dem anscheinend realen und oberflächlich sichtbaren nicht ablenken. Das nicht sichtbare und dessen Enrergie, Leben zu schaffen oder zu beinflussen, spiegeln sich in seinen Werken wieder. Aber ebenso die Individualität, das Anderssein des Einzelnen und deren Veränderung in der Form wie Verschiebungen, Auflösung oder Neuentstehung unter dem Faktor Zeit.

Analytisch, vorsichtig, hintergründig, humorvoll, machmal auch zynisch, aber immer wach, beobachtet er seine Umwelt. Dabei ist er nicht oberflächlich, sondern interessiert sich für das kleinste Detail und anscheinend nebensächliche. Er sucht nach ihren Ursprüngen und deren Seele. In seinen Werken reflektiert er jedoch nicht die Realität. Er verdichtet seine Beobachtungen und Empfindungen zu humorvollen Geschichten oder mystischen Rätseln. Er erfindet neue Lebensformen und Körper, mit denen er eine andere oder parallele Welt schafft. Zu deren Realisation benutzt er sowohl die traditionellen Materialien oder Werkzeuge so wie die Möglichkeiten, die ihm die neuen Computertechniken bieten.

Auf den ersten Blick hin scheinen viele seiner Arbeiten eine einfache, allgemein verständliche Sprache zu sprechen. Nimmt man sich jedoch die Zeit zur genaueren Betrachtung, so entdeckt man tiefe menschliche Empfindungen, wie Lebensfreude, Glück, Stolz, aber auch Verachtung, Angst und Schmerz.

Die erzählerischen Arbeiten von Marcus Dreisigacker geben nur die Grundgeschichte vor. Das Ende der Geschichte ist den Emotionen und Assoziationen des Betrachters überlassen.