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BILDER ANSEHEN


Geboren 09.09.1964 in Pully/Schweiz.
Kunststudien in Nürtingen, Düsseldorf & Amsterdam.

Aus der Skulptur kommend entstanden Anfang der 90er Jahre die ersten Reliefbilder. Nun arbeitet der Künstler an Reliefbildern aus Dispersion, Harz und Acryl auf Nessel. Aber auch Leucht/Lichtstelen auf Plexiglas gehören zum Schwerpunkt seiner derzeitigen Arbeit.

Durch Hinzufügen von fluoreszierenden und Nachleuchtpigmenten, einen vielschichtigen Farbauftrag, erreicht die Wirkungsweise eine weitere Dimension. Die Oberfläche wirkt plastisch, durch Spuren von Symbolen, Hieroglyphen und Poesie werden die Bilder zu erzählenden Bildtafeln und Zeitgeschichten. Dabei reduziert er seine Bildsprache auf das Wesentliche. Resistance, Evolution, Natur und Kosmus sind zentrale Impulse für ihn.

Markus Leuze erzählt:” In meiner Familie wurde nicht mit Kunst gelebt. Aber meine Interessen lagen schon in der Kindheit bei den Mythologien, der Kulturgeschichte so wie bei der Weltgeschichte. Heute sind wir mit allem verwoben.

Mit dem geltenden Schulsystemen lag ich schon immer im Konflikt. Hierachie und Frontalunterricht ignorieren meiner Ansicht nach die Persönlichkeit eines Menschen.Trotzdem schaffte ich den Abschluß am Gymnasium. Aber auch an der Akademie habe ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt. Ich habe fünf Semester an der Kunstschule in Nürtingen bei Prof. Türk (Bildhauerei) und Hilmar Braun (Malerei) absolviert. In dieser Zeit habe ich mich mehmals an der Kunstakademie in Stuttgert beworben und als ich endlich eine Zusage erhielt, wollte ich nicht mehr und bin nach Amsterdam gezogen.

Aus privaten Gründen bin ich wieder nach Baden-Würtemberg gezogen und arbeitete als freischaffender Künstler auf einem Künstlerbauernhof in der Nähe von Heilbronn”.

Er sagt auch:”Ich bewege mich gerne in anderen Kulturkreisen. 2001 habe ich meine erste große Wüstenreise unternommen und es erschreckte mich der große Konflikt zwischen den dort lebenden Gesellschaften. 2005 habe ich meine zweite große Wüstenreise in den Sinai mit Israelis, Beduinen und Palästinensern gestartet und mit ihnen gemeinsam ein großes Labyrinth aus Steinen gelegt. Es steht für mich als Symbol des Friedens und der Gemeinsamkeit unter der Menschheit als Ganzes.

Ich habe, wie die meisten Menschen, eine große Sehnsucht nach Frieden und Freundschaft. Aus dieser Emotion heraus entstanden die Sonnenbilder. Es war die Zeit zwischen 2001 und 2003. Da entstand eine große Serie Sonnenbilder (Friedenssonnen) die sollten korrespondieren, interagierend mit Nahost und allen Brennpunkten der Erde stehen.

Meine Sonnenbilder sind auch Poesiebilder, sind Freudenbilder, damit möchte ich pure Lebensfreude weitergeben. Es ist eine Lobhymne auf die Natur - ich danke und staune in Demut mit den Augen und dem Herz eines Kindes. Im Kommunalen Kontakt Theater Stuttgart präsentierte ich dann meine Sonnen-Installation. Aus verschiedenen einzelnen Sonnenbildern entstand eine Bildtafel von ca 25 Meter Länge und ca 1,30 Meter Höhe. Man konnte an hunderten von leuchtenden Sonnen entlang gehen und eigentlich nur lächeln.

Seit Herbst 2006 lebt und arbeitet der Künstler Markus Leuze nun in Stuttgart.
Ab diesem Zeitpunk begann er mit den Arbeiten, der Künstler nennt sie selbst M-Icons. Bei Tageslicht geheimnisvoll und spannend, werden die Bilder in der Nacht zu leuchtenden Boten und Metaphern. Über seine M-Icon Bilder bearbeitet und reflektiert er aktuelle Zeitgeschichte. Dazu benutzt er vorallem die Symbolik der einzelnen Bildinhalte. Er baut seine Bildtafeln mit - Panels, Bausteinen und Monaden auf.

Obwohl es scheint, dass diese Werke aus Einzelteilen oder Bausteinen bestehen, sind sie nicht zusammengesetzt. Sie sind Unteilbar. Eine in sich geschlossene, nicht auflösbare Einheit, aus denen die Weltsubstanz zusammengesetzt ist. Er setzt die Symbolkraft seiner Bildtafeln ein, um den Betrachter aufzufordern genauer hinzusehen, zu verweilen und seine Sinne zu öffnen. Er möchte nicht nur den Verstand ansprechen oder an Erklärungen haften. Die von ihm geschaffenen Symbole sollen frei wirken.

Markus Leuze sagt:”Ich möchte den Betrachter auffordern genauer hinzusehen, zu verweilen und die Geschwindigkeit beiseite nehmen. Dabei stellt man fest, es öffnen sich Sinne und Geist, man wächst, bewegt sich, findet seine Geschichte, seinen Pfad, seine Wahrheit. Sie sind als Einzelbildkomposition oder als Pfad zu sehen. Auf die Kunst muss sich der Betrachter einlassen, sich öffnen, eine endgültige Erklärung gibt es nicht. Der Betrachter wird aufgefordert, mit seinen Augen und mit seinem Geist die Bilder/Bausteine zu begehen, sich darin aufzuhalten,seine Geschichte zu finden, die Bilder leben mit.

Der Künstler möchte, dass sich der Betrachter und die Menschen aufschwingen zu gemeinsamen Zielen und Zukunft. Global übergreifend. Er möchte mit seiner Kunst den Menschen Zeichen geben. Geschichte zu sein und fortzuschreiben, offene Sinne und stets Dialog zu entwickeln.

Für ihn sind seine Symbole wie Antennen, die unsere Intuitionen emotional benutzen, um Wellen mit sehr feiner Vibration aufzunehmen, die unserem Verstand entgehen. Wenn sie eine bestimmte Bedeutung erhalten, werden sie zu Hieroglyphen.